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    • Maria, 46 Jahre 

      durch Scheidung zur Sans-Papiers

       

      Meine Arbeit

      Da ich als Sans-Papier keinen Job in meiner bisherigen Tätigkeit bekomme, arbeite ich aktuell unentgeltlich als Aufsichtsperson und Betreuung in einer Stiftung in der Stadt Zürich. Meine Arbeit dort gefällt mir sehr. Ausserdem arbeite ich in diversen Bereichen wie Gastronomie oder als Haushalthilfe bei wohlhabenden Menschen, u.a. auch bei Politikern ...

      Warum ich Sans-Papiers bin

      Ich bin 1997 als Flüchtling aus dem ehemaligen Jugoslawien in die Schweiz gekommen. Weil ich mich von meinem gewalttätigen Ehemann scheiden liess, habe ich auch meine Aufenthaltsbewilligung verloren. Nun kämpfe ich darum, die B-Bewilligung zurückzuerhalten.

      Meine Familie

      Ich habe zwei Kinder, die in der Schweiz leben. Mein Bruder lebt auch hier. Ich habe keine weitere Familienangehörige in meinem Heimatland bzw. keinen Kontakt.

      In meiner Freizeit ...

      Ich gehe oft wandern. Ich mag auch andere Sportarten, bspw. Velofahren oder lange Spaziergänge. Ich Interessiere mich für Politik, um zu wissen, was auf der Welt passiert und lese gerne Sachbücher.

      Meine Freunde

      Die meisten Kolleg*innen sind Schweizer*innen. Die engsten Freunde wissen, dass ich ohne gültigen Aufenthalt hier bin. Die anderen können es sich nicht vorstellen, dass jemand der so gut integriert ist wie ich, keinen gültigen Status hat.

      Meine Zukunft

      Aktuell bemühe ich mich um eine Aufenthaltsbewilligung. Ich kann mir nicht vorstellen, in mein Heimatland zurückzukehren.

      Das bedeutet Zürich für mich

      Zürcher*innen sind aufgeschlossene Menschen. Schweizer*innen sind am Anfang misstrauische Menschen. Wenn man aber einmal einen Schweizer, eine Schweizerin als Freund*in gewinnt, sind sie sehr verlässlich. Man muss geduldig sein. Ich wäre nicht hier, wenn ich die Schweizer Mentalität nicht mögen würde.